Gastbeitrag zur Freien Trauung

Jedes künftige Hochzeitspaar stellt sich die Frage, in welchem Rahmen es feierlich „Ja, ich will“ sagen möchte. Daher gibt es heute einen tollen Beitrag, geschrieben von einem freien Redner. Lasst euch überzeugen und habt viel Spaß beim Lesen.

Die standesamtliche Hochzeit

Natürlich kann eine standesamtliche Hochzeit, die obligatorisch ist, feierlich, anrührend und persönlich sein. Es gleicht allerdings einem Lotteriespiel, an wen ihr im Amt geratet. Ich erlebte schon Zeremonien mit Beamtinnen und Beamten, die den Akt so feierlich gestalteten wie einen Gang zum Finanzamt. Falls ihr als künftige Paare ausschließlich standesamtlich heiraten möchtet, empfiehlt es sich, das Ganze ein wenig aufzuhübschen. Mit Live-Musik, einem Auftritt der Braut oder persönlichen Worten. Man kann den Beamten/die Beamtin auch bitten, auf Vergleiche à la „Die Ehe ist wie ein Haus, sie braucht ein stabiles Fundament, aber manchmal geht´s auch in den Keller“ doch lieber zu verzichten.

Die kirchliche Hochzeit

Wenn ihr gläubig im Sinne der Kirche seid, solltet ihr natürlich dort heiraten. Ich finde, dass alle Anderen ihre Ehe nicht mit einer Lüge beginnen sollten, indem sie „Ja, mit Gottes Hilfe“ nachsagen und nicht die Bohne daran glauben. In einer Kirche zu heiraten, weil man es eben so tut oder die Familie es will oder man den Ort schön findet, erscheint mir nicht richtig, aber das ist nur meine Ansicht. Natürlich ist bei kirchlichen Trauungen der Einzug der Braut ein besonderer Moment. Aber der lässt sich auch selbst anders gestalten.

Freie Zeremonien

Damit leite ich auch schon zu freien Zeremonien über, die seit meinem Start vor über 11 Jahren stetig an Popularität gewonnen haben. Das Besondere an ihnen ist, dass ihr sie genauso gestalten könnt, wie ihr es am Allerschönsten findet. Und wenn ihr dann auch noch genau die Rednerin oder den Redner erwischt, der euren Ton trifft, euch begeistert und anrührt, kann es meiner Ansicht nach nicht besser sein. Sämtliche Rednerinnen und Redner, die ich getroffen habe, üben ihren Beruf mit Herzblut aus, was sich meist erfreulich auf das Ergebnis auswirkt.

Der Einzug vom Brautpaar

Meine Lieblingszeremonien beginnen auch mit dem Einzug der Braut, weil es immer wieder aufs Neue ein magischer Moment ist und man nicht im Geringsten vorausahnen kann, wie genau es werden wird. Idealerweise startet das Ganze für mich als Redner damit, dass Braut und Bräutigam Tränen der Rührung in den Augen haben und die engsten Angehörigen und Freunde gleich mit. Wenn das Ganze noch unter einem schönen Baum oder am See oder am Meer stattfindet, von berührender Musik unterlegt, ist der perfekte Beginn auch schon da. Natürlich könnte der Bräutigam vorher auch reingetanzt, mit einer Gondel gefahren oder auf einem Pferd eingeritten kommen. Alles ist möglich!

Bei einer freien Trauung ist alles möglich

Nach dem herzzerreißenden Auftakt setzt sich das Paar hin und das muss es ja auch nicht unbedingt so tun, wie man es vom Amt oder aus der Kirche kennt. Ist es nicht schön für die Gäste, wenn sie nicht ausschließlich Rücken sehen? Wollt ihr nicht auch mal einen Blick eurer Mutter oder der besten Freundin auffangen? Wie ihr euch auch immer entscheidet: Ihr könnt alles machen, wie ihr es möchtet!

Die Liebesgeschichte des Brautpaares

Das Kernstück einer freien Zeremonie ist die Rede. In dieser erzähle ich die ganz persönliche Liebesgeschichte des Paares. Und das auf amüsante, mitreißende und zu Tränen rührende Art. Das nehme ich mir zumindest immer vor. Wenn ihr und eure Gäste gelacht, gejubelt und geweint habt, bin ich zufrieden. Jede Rede ist dabei ein Unikat, jede Geschichte ist anders und das ist ganz hervorragend so!

Ideen für die freie Trauung

Nach der Rede ist Raum für eigene Ideen:

Möchtet ihr die Gäste mit einbinden, indem sie euch liebe Wünsche mit auf den Weg geben, während die Ringe durch die Reihen wandern?

Wollt ihr von Live-Musik berührt werden?

Möchtet ihr ein Ritual erleben, bei dem ihr zum Beispiel ein Baum pflanzt, ein Handfasting-Ritual durchführt oder gemeinsam mit den Gästen einen Shot hinter die Binde kippt?

Wie wäre es, wenn eure Trauzeugen oder Eltern liebe Worte an euch richten, was auf eine gute Weise sehr tränenreich sein kann?

Wollt Ihr euch persönliche Worte sagen, während ihr euch in die Augen schaut und bevor ihr euch die Ringe aufsteckt?

Emotionen pur

Letzteres ist mein absoluter Lieblingsteil einer freien Trauung, aber ich verstehe auch jedes Paar, dem das zu aufregend oder dem es nicht passend sein sollte, sein Innerstes nach Außen zu kehren. Allerdings hat es noch nie eines meiner Paare bereut, es getan zu haben. An dieser Stelle kann es gar nicht kitschig sein, weil die Worte der Paare einfach echt sind. Die Liebe selbst ist nie kitschig. Gerade bekomme ich wieder Tränen in die Augen und einen Kloß im Hals, wenn ich an die Worte eines Bräutigams denke, die er an seine nicht sehr selbstbewusste Braut gerichtet hat: „Wenn ich einen Wunsch freihätte, würde ich mir wünschen, dass Du Dich einen Tag durch meine Augen sehen könntest.“ Hach …

Wie auch immer ihr eure freie Trauung gestaltet, am Ende werdet ihr durch die jubelnden Reihen eurer Gäste tanzen oder gehen, durch ein Meer von Seifenblasen oder Blütenblättern, auf einem Musikteppich und freut euch, dass ihr mit allen, die euch am Herzen liegen, dieses besondere Erlebnis geteilt habt und es für immer in Erinnerung behalten werdet.

Wir hoffen, dass euch der kleine Gastbeitrag gefallen hat und ihr ein paar wichtige Informationen erhalten konntet.

Bei weiteren Fragen schreibt uns gern einen Kommentar unter dem Beitrag.

Herr Freude ist ein freier Hochzeitsredner in Berlin und Brandenburg: http://www.herr-freude.de/

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