Ökologisch heiraten: 10 Tipps für eine „grüne“ Hochzeit

Wer nicht nur die Liebe zum Partner, sondern auch die zu einem gesunden Leben und zur Natur feiern möchte, wünscht sich eine „grüne“ Hochzeit. Aber wie kann man das als Brautpaar umsetzen? Die Berliner Hochzeitsrednerin Dr. Silke Andrea Schuemmer gibt Tipps.

Die Location

Die wichtigste Entscheidung bei einer „grünen“ Hochzeit ist die Wahl der Location. Wie hält es das Restaurant/das Hotel mit der Ökobilanz? Serviert der Caterer Bio-Essen aus der Region? Kümmert sich das Hotel bei Energie-Fragen und der Einrichtung um die Umwelt? Gibt es vielleicht sogar eine bio-zertifizierte Location als Alternative?

Müll vermeiden

Müll zu vermeiden ist auch auf einer Hochzeit eine gute Idee. Jede Art von Einweggeschirr sollte tabu sein. Statt Plastik-Sektkelche für den Umtrunk vor dem Standesamt zu nehmen, kann man günstig gebrauchte Gläser kaufen – und nach dem Fest wieder verkaufen. Und Omas altes Blümchengeschirr ist für die Häppchen sowieso viel schöner als Pappteller und passt zum aktuellen Vintage-Trend.

Das Buffet

Sich treu zu sein, ist für viele Paare ganz zentral beim Gelübde. Beim Buffet gilt das oft plötzlich nicht mehr, weil „man“, also vielleicht ein spezieller Gast, ja Fleisch essen gewohnt ist. Wenn das Brautpaar aber vegetarisch oder vegan lebt, rate ich sehr dazu, auch das Menü danach zu gestalten. Darüber freut sich nicht nur die Natur, sondern auch Gäste, die religiöse Speisevorschriften befolgen wollen. Vegetarisch/vegan essen können alle.

Große Dreckschleudern

Ja, ein Feuerwerk ist romantisch und die Fahrt mit dem Hummer war ein Jugendtraum des Trauzeugen, aber hängt davon die Stimmung wirklich ab? Originelle Alternativen dazu wären eine Feuershow und eine Fahrrad-Rikscha, aus der das Brautpaar huldvoll winken kann.

Papierberge

Man kennt das von Weihnachten: Nach der Bescherung sitzt man in einem wahren Papier-Berg. Teilen Sie ihren Gästen schon in der Einladung mit, dass sie darum bitten, bei den Geschenken auf Folien und üppige Verpackungen zu verzichten.

Geschenke

Meistens wünschen sich Brautpaare heute Geld als Geschenk, das dann in die Flitterwochen investiert wird. Denkbar wäre auch, es für einen guten Zweck zu spenden oder sich von den Gästen die Pflanzung eines Baumes oder die Patenschaft für ein vom Aussterben bedrohtes Tier schenken zu lassen.

Reste vermeiden

Sprechen Sie mit dem Caterer und vielleicht sogar der örtlichen Tafel, was mit den Resten des Festessens passieren soll. Kalkulieren Sie die Mengen realistisch und nicht so, als kämen zehn ausgehungerte Wikinger unangekündigt vom letzten Feldzug vorbei.

Dekoration

Dekorieren Sie mit Topfpflanzen, Essbarem wie Früchten oder Dingen, die man nach der Feier weiterverwenden kann, wie zum Beispiel Strohballen.

Das Brautkleid

Es soll das aller schönste Kleid im ganzen Leben werden und die Braut einen Tag lang Prinzessin sein. Möglicherweise gibt es den Traum in Weiß aber auch gebraucht. Das ist nicht nur viel günstiger, sondern auch nachhaltig, weil kein neues Kleid für einen einzigen Tag neu produziert werden muss. Viele Brautmodenläden und Designer verleihen ihre Traum-Roben. Und damit doch das Gefühl von Exklusivität aufkommt, können Sie einen märchenhaften Schleier dazu aussuchen, den sie nach der Hochzeit natürlich behalten – sei es als Andenken oder als Baldachin über dem Babybett.

Keine Angst vor Gästen

Haben Sie als Brautpaar keine Angst vor der Reaktion Ihrer Gäste. Was werden die sagen, wenn sie auf eine „grüne“ Hochzeit eingeladen werden? Keine Sorge: Vermutlich gar nichts, jedenfalls nichts Negatives. Denn die Menschen, die Sie eingeladen haben, kennen und lieben Sie und erwarten es nicht anders von Ihnen. In diesem Sinne: Fröhliches Feiern. Mit guten Gästen und gutem Gewissen.


Wir hoffen, dass euch der kleine Gastbeitrag gefallen hat und ihr ein paar wichtige Informationen erhalten konntet.

Bei weiteren Fragen schreibt uns gern einen Kommentar unter dem Beitrag.

Silke Andrea Schuemmer ist Hochzeitsrednerin und Autorin in Berlin: www.hoch-zeit.com

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